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Fugger

Kurze Geschichte der Fuggerei
Nach jeder Zerstörung eine neue Zukunft

Info-Kubus im Weltkriegsbunker

Die Geschichte der Fuggerei begann im Jahr 1514 mit dem gezielten Erwerb von Grundstücken durch Jakob Fugger den Reichen. Ab 1516 wurde gebaut, 1523 standen bereits 52 Häuser. Jakob Nachfolger erweiterten nach 1525 die Siedlung um die Ochsengasse …

Die Geschichte der Fuggerei begann im Jahr 1514 mit dem gezielten Erwerb von Grundstücken durch Jakob Fugger den Reichen …

Das Bunkermuseum in der Fuggerei

Gotische Hausnummer, Nr. 17

Bad in der Schauwohnung

Stube im historischen Museum

Küche mit Feuerstelle im historischen Museum

Flur im historischen Museum

Garten vor der Schauwohnung

Eingang zum Weltkriegsbunker

Medienbereich im modernen Museum

Nachbilung einer Büste von Jakob Fugger

Fuggerei nach der Zerstörung 1944

Wiederaufbau

Zerstörte Häuserzeile

Die Geschichte der Fuggerei begann im Jahr 1514 mit dem gezielten Erwerb von Grundstücken durch Jakob Fugger den Reichen. Ab 1516 wurde gebaut, 1523 standen bereits 52 Häuser. Jakob Nachfolger erweiterten nach 1525 die Siedlung um die Ochsengasse. 1581/82 wurde die Herrengasse zur Jakoberstraße hin verlängert und die St. Markus-Kirche gebaut.

Über 500 Jahre und viele Generationen hinweg steuerte die Familie die Stiftung erfolgreich durch schwierige Zeiten:

Im 17. Jahrhundert verlor Augsburg durch die Folgen des Dreißigjährigen Kriegs, durch Pest und Hunger mehr als die Hälfte seiner Einwohner. In der Fuggerei waren 1642 zwei Häuser komplett zerstört, 28 waren nur noch teilweise bewohnbar. Vor allem die Bewohner selbst legten damals bei der Erneuerung der Siedlung Hand an.

1944 fiel mehr als die Hälfte der Fuggereigebäude den Bombenangriffen auf Augsburg zum Opfer. Die Bewohner blieben nahezu unverletzt, da in weiser Voraussicht noch 1943 ein Bunker gebaut worden war. Nach dem Krieg ging es an den Wiederaufbau, und ab den 50er Jahren bis 1971 wuchs die Siedlung durch Grundstückskäufe sogar noch einmal um ein ganzes Drittel bis auf ihre heutige Größe. 

Großen Risiken war immer wieder das Stiftungskapital ausgesetzt, sofern es in der eigenen Fuggerschen Firma arbeitete. Staatsbankrotte und schwerige Geschäftsphasen konnten dazu führen, dass der Zinsertrag ausblieb, mit dem die Ausgaben der verschiedenen Stiftungen betrieben wurden. Deshalb wurden die Gelder zur Risikominderung teils bei fremden Firmen angelegt, teils an viele kleinere Kreditnehmer verliehen. Schließlich investierte man das gesamte Kapital 1660 in die Grundherrschaft – eine weitsichtig und kluge Entscheidung. Denn dank des zielgerichteten Ausbausder Forstwirtschaft können bis heute gute und dauerhafte Erträge erwirtschaftet werden. So überstanden die Stiftungen auch die Währungskrisen des 20. Jahrhunderts.

Auch aufgrund politischer Verhältnisse war die Fuggerei mehrmals ernsthaft in Gefahr: 1806 bei der Mediatisierung der Reichsstadt Augsburg und noch einmal im Dritten Reich drohte der Verlust der eigenständigen Verwaltung. Dennoch konnte das Selbstverwaltungsrecht der Stiftungen gesichert werden – eine wesentliche Voraussetzung für das erfolgreiche Bestehen bis heute.

An und in der Fuggerei wird auch heute kontinuierlich gebaut. Der normale Bauunterhalt mit Renovierung, Instandhaltung und Sanierung der Gebäude ist eine ganzjährige Aufgabe, die mit Einnahmen aus Forst, Immobilien und den Eintrittsgelden finanziert wird.

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Newsdatum:17.06.2013,
16.36 Uhr
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