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Fugger

6. Fugger Forum. Fugger auf der Bühne.
Die Exzellenz-Debatte.

Feuerwerk der Argumente beim Augsburger Fugger Forum beleuchtet die Gerechtigkeitsfrage aus zwei völlig unterschiedlichen Positionen.

Hoher Erkenntnisgewinn und gerne mehr in dieser Qualität: das war durchgängig die Publikumsmeinung nach der Live-Diskussion der beiden renommierten Sozialethiker und Kirchenmänner Prof. Dr. Martin Rhonheimer und Prof. Dr. Peter Schallenberg beim Fugger Forum in Augsburg. Die ausverkaufte Veranstaltung bot so fundierte wie anregende und neue Aspekte für die Gerechtigkeitsdebatte.

Kann nur der Kapitalismus Massenwohlstand und damit Verbesserung auch für die Ärmeren erzeugen? Oder hat Marktwirtschaft gar kein Empfinden für gerechte Verteilung? Und was ist überhaupt gerecht? Über diese und viele weitere Fragen, die aktuell auch in der Gesellschaft stark diskutiert werden, gelang beim Fugger Forum eine emotional mitreißende und scharfsinnig geführte Debatte. Die beiden geweihten katholischen Priester Rhonheimer und Schallenberg glänzten mit hochinteressanten Herleitungen aus der christlichen Lehre für ihre gegensätzlichen Thesen. Während Rhonheimer den Kapitalismus wie beim biblischen Gleichnis von der Mehrung der Talente als Voraussetzung für die Mehrung des Wohlstands aller Bevölkerungsgruppen möglichst frei von staatlichen Interventionen funktionieren lassen will, fordert Schallenberg die maximale Einbettung des Kapitalismus in ein staatliches Regelwerk.

Der Zwang zur Barmherzigkeit müsse den Menschen seiner Meinung nach durch Umverteilung auferlegt werden. Gott würde einen Sozialstaat wollen, so seine Schlussfolgerung. Rhonheimer dagegen argumentiert, die Welt wäre sogar solidarischer und christlicher, wenn nicht eine ineffiziente "Sozialproduktion" die Bruderliebe organisieren und sich dafür Lohn aus Steuergeldern auszahlen würde. Barmherzigkeit an sich schaffe keinen Wohlstand. Es sei erschreckend, dass es offenbar kein Bewusstsein dafür gebe, woher dieser Wohlstand stammt.

Eine Fülle weiterer Aspekte und zusätzlicher Meinungen aus eingespielten Bürgerinterviews bot den Zuschauer beim Get-together nach der Diskussion reichlich Gesprächsstoff. Man würde sich mehr solcher gehaltvollen und dennoch unterhaltsamen Debatten zu diesem Thema wünschen, so die einhellige Meinung. Die Exzellenzdebatte wurde in voller Länge aufgezeichnet und ist ab sofort auf Facebook und auf YouTube zu sehen.



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Newsdatum:03.11.2016,
12.53 Uhr
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