Kunstgespräch mit der Künstlerin Stefanie Kraut
WANN: Sonntag, 18. Januar 2026 um 11 Uhr
WO: Treffpunkt am Eingang zur Fuggerei.
Im Jahr 2025 jährt sich der Todestag von Jakob Fugger zum 500. Mal. Ein Highlight im umfassenden Jahresprogramm der Fuggerschen Stiftungen ist die Sonderausstellung „Kult und Kommerz. Jakob Fugger im kollektiven Gedächtnis.“ Ein wesentliches Element der Ausstellung ist die zeitgenössische, künstlerische Arbeit von Stefanie Kraut, unter dem Titel „auf der anderen Seite“, die von der Moritzkirche als Kooperationspartnerin kuratiert wurde.
Wir laden Sie sehr herzlich zu einem Kunstgespräch und zu einem begleitenden Rundgang in die Fuggerei ein. Die Künstlerin Stefanie Kraut wird selbst anwesend sein und Sie in die vielseitigen Aspekte Ihrer Arbeit einführen. Moderiert wird das Gespräch von Michael Grau, Kunstreferent an der Moritzkirche.
Der Besuch der Fuggerei und der Ausstellung ist für Sie im Rahmen des Kunstgesprächs kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Für die Künstlerin Stefanie Kraut materialisiert sich in der Fuggerei das Denken und Handeln Jakob Fuggers. Die Siedlung soll auf ewig bleiben, wie sie ist, eine Stadt in der Stadt. Sie beeindruckt durch Beständigkeit, während sich die Stadt um sie herum unablässig an gesellschaftliche Anforderungen anpasst. Mit ihrer für die Ausstellung eigens konzipierten prozessualen Arbeit auf der anderen Seite setzt sich die Künstlerin mit dieser Dichotomie von Ewigkeit und Veränderung auseinander.
In einem Video werden Türen, die durch aufgemalte blaue Streifen zu Fuggerei-Türen geworden sind, in einem ewig währenden Prozessionszug durch die Fuggerei und die Jakober Vorstadt getragen. Durch die Absurdität ihrer künstlerischen Aktionen bricht Stefanie Kraut das statische Bild der Fuggerei auf. Es entstehen Anknüpfungspunkte für lebendige Verbindungen mit der umgebenden Stadt und ihren Menschen. auf der anderen Seite ist inspiriert von vielen Gesprächen, die die Künstlerin mit Bewohnern der Fuggerei und der Jakober Vorstadt geführt hat. Während der nächsten Wochen werden Versatzstücke aus diesen Gesprächen zum Material von weiteren Interventionen im Stadtraum.