Medizinhistorischer Kongress

Augsburg – Stadt der Medizin. Historische Forschungen und Perspektiven

Vom 22. – 25. September 2021 findet in Augsburg der Medizinhistorische Kongress mit einem vielfältigen Vortrags- und Rahmenprogramm statt, zu dem die Fuggerschen Stiftungen herzlich einladen. Der Kongress behandelt die Medizingeschichte der Stadt Augsburg vom Mittelalter bis in die Neuzeit und setzt einen Fokus auf verschiedene Akteure und Institutionen, die maßgeblich zur Verbesserung der medizinischen Versorgung (Dichte, Qualität und Spezialisierung) in der Stadt beigetragen haben. Darüber hinaus fließen vergleichende Perspektiven zu anderen süddeutschen Städten ein.

Die rund 31 Vorträge vermitteln historische Beobachtungen von besonderer, mitunter erstaunlicher Aktualität: Die gesellschaftliche Bedeutung der Medizin, wie wir sie in unseren Tagen erfahren, hat eine beeindruckende Vorgeschichte, durch die viele der heute beobachteten Phänomene überhaupt erst verständlich werden. Die Qualität einer Stadt, ihre Qualität als Stadt hängt mit der Bewältigung dieser Aufgabe zusammen.

Familie Fugger als Förderer Augsburger Medizingeschichte

Zu den Akteuren gehörten nicht allein kommunale Träger, sondern vor allem auch engagierte Bürger wie die Familie Fugger. Anton Fugger stiftete das sogenannte „Holzhaus“ innerhalb der Fuggerei zur Behandlung der Syphilis und gründete ein „Schneidhaus“ – möglicherweise die erste chirurgische Klinik in Mitteleuropa.